Pflanzenteil: Blüte
Botanischer Name: Calendula officinalis
Pflanzenfamilie: Asteraceae (Korbblütler)
Herkunftsland: Indien
Gewinnung: Kohlendioxid-Extraktion
Synonyme: Marigold, Butterblume, Fallblume, Gartendotterblume, Monatsblume, Wucherblume
Die Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütler. Die Blüten können je nach Art gefüllt oder auch nicht gefüllt sein und sind von hellgelber bis hin zu kräftiger dunkeloranger Farbe. Die Blätter der Ringelblume sind behaart und leicht filzartig. Die Pflanze findet sich in vielen Gärten und eignet sich auf Grund der schönen leuchtend orangen Farbe herrlich als Zierpflanze. Sie ist zudem sehr pflegeleicht und gedeiht prächtig. Der Duft der Ringelblume kann als blumig, süßlich und fruchtig beschrieben werden.
Die Ringelblume enthält viele heilsame Inhaltsstoffe, die schon seit jeher bekannt und beliebt sind.
Traditionell wird Ringelblumenöl mittels Mazeration gewonnen. Die Ringelblumenblüten werden dabei in fettes Öl eingelegt, sodass die Wirkstoffe ins Öl übergehen. Fettes Ringelblumenöl wird bei Krampfadern, trockener Haut und rheumatischen Beschwerden eingesetzt – ähnlich wie das ätherische Ringelblumenöl!
Ätherisches Ringelblumenöl aus Kohlendioxidextraktion ist auf Grund des modernen Gewinnungsverfahrens noch nicht so bekannt – enthält jedoch wie auch Tinkturen, Auszüge und Balsame die heilsamen Inhaltsstoffe der Calendula-Pflanze. Da der Extrakt relativ dickflüssig ist, wird er zur einfacheren Anwendung 20:80 in Jojoba angeboten.
Ringelblumenextrakt wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Es dient der äußerlichen Anwendung bei entzündlichen Erkrankungen wie Ausschlägen, Ekzemen, trockener und schuppiger Haut. Auch schlecht heilende Wunden, Erfrierungen und Verbrennungen können mit Ringelblumenöl behandelt werden, ebenso wie Rheuma. In der Altenpflege ist Ringelblumenöl ebenfalls einsetzbar zur Prophylaxe und Linderung von Dekubitus, also Wundliegen. Viele Wundheilungsbalsame enthalten Extrakte der Ringelblume. Laut Literatur wird der Ringelblume auch eine fungizide, also eine pilztötende Eigenschaft nachgesagt, was sie wiederum in der Altenpflege zu einem beliebten Öl macht.
In der Volksheilkunde wird Ringelblumenöl allgemein zur Pflege von Haut und Schleimhaut eingesetzt und generell zur Behandlung von schmerzenden Narben und unelastischem Narbengewebe. In Form von Kompressen und Auflagen erreicht man eine Linderung bei Hautentzündungen, Verstauchungen, Quetschungen, Abszessen und Geschwüren.
Das Ringelblumenöl kann auch zur Raumluftbeduftung eingesetzt werden. Auf psychischer Ebene wirkt der Extrakt allgemein ausgleichend und wird gerne bei Nervosität, Gereiztheit und Unausgeglichenheit verwendet.
Tipp: Mundspülung bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum
1 Tropfen Ringelblumenextrakt auf 1 kleines Glas Wasser und damit regelmäßig gurgeln.
Eigenschaften: wundheilend, antiseptisch, entzündungshemmend
Einheit: 5 ml