Aromapflege bei Neurodermitis

Übersicht

Atopisches Ekzem / atopische Dermatitis / Neurodermitis

Neurodermitis bei Kindern - Armbeuge

Das atopische Ekzem ist eine chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit, die zu den atopischen Erkrankungen gehört. Weitere geläufige Bezeichnungen sind Neurodermitis, atopische Dermatitis, endogenes Ekzem, Asthmaekzem oder Prurigo Besnier. Der Begriff Neurodermitis stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals ging man davon aus, dass die Ursache der Hauterkrankung eine Nervenentzündung ist. Später wurde diese Ansicht widerlegt, der Begriff ist aber weiterhin verbreitet.

Hauptsymptome sind rote, schuppende, manchmal auch nässende Ekzeme auf der Haut und ein starker Juckreiz. Die Erkrankung verläuft schubweise und hat ein individuelles, vom Lebensalter abhängiges Erscheinungsbild. Neurodermitis gilt als nicht heilbar, ist aber behandelbar. Die Therapie besteht hauptsächlich aus der Behandlung der charakteristischen Hauttrockenheit und der äußerlichen Anwendung von entzündungshemmenden Wirkstoffen, aber auch in einer intensiven, angepassten Körperpflege sowie einer bedachten Ernährung.


Nässendes Ekzem bei Kindern - Oberarm

Epidemiologie: Es sind 5–20 % der Kinder und 1–3 % der Erwachsenen von der Krankheit betroffen. Die Zahl der Betroffenen steigt ständig. Im Vergleich zur Mitte des 20. Jahrhunderts wird heute von einem vier- bis sechsmal häufigeren Auftreten ausgegangen. Die Gründe dafür sind nicht eindeutig feststellbar, möglicherweise durch häufigere Allergien, veränderte Lebensumstände und auch verbesserte Hygiene.

Auch die Ursachen für Neurodermitis sind noch nicht hinreichend geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass die Betroffenen auf Grund genetischer Veranlagung stärker auf bestimmte Einflüsse reagieren als andere. Bei der atopischen Dermatitis ist die Schutzfunktion der Haut entscheidend beeinträchtigt. Die geschwächte Barriere könnte ein erleichtertes Eindringen von Allergenen und die erhöhte Entzündungsbereitschaft atopischer Haut bedingen.
Um die Haut geschmeidig zu halten, produziert der gesunde Körper Hautfett. Dieses Hautfett besteht unter anderem aus Gamma-Linolensäure. Um dies herzustellen, benötigt der Körper mit der Nahrung aufgenommene Linolsäure. Für die Umwandlung von Linolsäure in Gamma-Linolensäure wird das Enzym Delta-6-Desaturase benötigt. Bei Neurodermitikern ist die Aktivität dieses Enzyms möglicherweise verringert oder gestört.

Quelle www.wikipedia.at

Kaltgepresste Pflanzenöle bilden eine nährende Pflege für trockene und strapazierte Haut.

Pflegende Basisöle / Wirkstofföle

Die „Naturapotheke“ bietet uns hierzu eine Menge von Möglichkeiten. Zu allererst ist eine sinnvolle Basispflege wichtig. Besonders eignen sich hierfür native Pflanzenöle, die einen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure beinhalten.

Natürliche fette Öle wirken generell leicht abdeckend und reizmildernd auf der Haut. Sie sind also auch ohne die Beigabe von ätherischen Ölen ein Therapeutikum bei wunder Haut, lindern die Beschwerden von Ekzemen, Psoriasis und Neurodermitis, unterstützen den Heilungsprozess (…). Da sie die Wasserverdunstung der Haut vermindern können, ist eine mit Ölen gepflegte Haut elastisch und weich und weist einen hohen Feuchtigkeitsgehalt auf.

Zitat E. Zimmermann (2001)

Arganöl

Arganöl gehört wegen seiner ausgeprägten antioxidativen Wirkung zu den beliebtesten Anti-Aging-Ölen und eignet sich sowohl als Nahrungsergänzung als auch zur äußeren Anwendung. Die entzündungshemmende Wirkung macht es bei Neurodermitis und auch bei allergischen Hauterkrankungen sehr interessant.

Arganöl nativ bio – Argania spinosa


Hanfblüte

Hanf – eine Kulturpflanze, die es in sich hat. Hanfsamenöl ist einerseits ein wichtiges Therapeutikum in der Medizin, andererseits ein hochwertiges Mittel der Naturkosmetik und Nahrungsergänzung, da es ein ungewöhnlich ausgewogenes Fettsäureprofil hat. Es besteht zu 80% aus ungesättigten Fettsäuren (12% Ölsäure, 57% Linolsäure, 18% Alpha-Linolensäure) und enthält zudem etwa 3% der seltenen, aber wichtigen Gamma-Linolensäure!
Äußerlich angewendet gilt Hanfsamenöl als das Mittel der Wahl bei trockener, schuppiger Haut. Es macht die Haut weich und geschmeidig und versorgt sie mit allen wichtigen Nährstoffen. Pur angewendet ist Hanfsamenöl hilfreich bei Schuppenflechte, Neurodermitis und Ekzemen. Für die Herstellung eines Körperöls kann Hanfsamenöl mit nativem Mandelöl oder Jojobaöl gemischt werden. Tipp lt. E. Zimmermann (2001): Neurodermitiker schätzen die Einnahme als Geheimtipp, deren Haut profitieren auch von Naturkosmetik, die Hanföl enthält.

Hanfsamenöl nativ bio – Cannabis sativa


Der „Baum des Lebens“, wie die Kokospalme in Thailand genannt wird, ist das klassische Schönheitsmittel Südostasiens. Mit Jojobaöl gemischt wird das samtige Kokosfett zur Behandlung von rissigen Stellen an Händen und Füßen verwendet. Es lindert Neurodermitis-Beschwerden und hat zudem erstaunlich kühlende und beruhigende Eigenschaften. Tipp: Auch in der Küche eignet sich Kokosfett ideal zum Braten, Kochen und Backen!

Literaturtipp: Das Kokos Buch

Kokosfett fördert die Gesundheit, steigert die Leistungsfähigkeit, stärkt die Immunabwehr und macht schlank! Neben der Aufklärung über die Vorzüge dieses Fettes bietet das Buch von Peter Königs auch praktische Tipps zum Verarbeiten von Kokosprodukten, Rezepte zum Zubereiten leckerer Köstlichkeiten, sowie Anleitungen zur Verwendung von Kokosfett in der Körperpflege. Jetzt toll überarbeitet Neuauflage des Klassikers erhältlich!

Kokosöl nativ bio – Cocos nucifera


Die begehrten ungesättigten Fettsäuren der Nachtkerze sind in ihren Samen enthalten. Das Nachtkerzenöl enthält 75,6 % Linolsäure (zweifach ungesättigt), 8,3 % Gamma-Linolensäure (dreifach ungesättigt) und 7,3 % Ölsäure (einfach ungesättigt). Die Gamma-Linolensäure ist besonders für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Sie hat zudem einen sehr positiven Einfluss bei verschiedenen Hauterkrankungen und hilft, den Hormonhaushalt zu regulieren. Die Einsatzgebiete von Nachtkerzenöl sind sehr vielfältig. So hilft es Feuchtigkeit zu speichern, Faltenbildung entgegenzuwirken und ist besonders empfehlenswert bei trockener, schuppiger und spröder Haut sowie bei Akne, Ekzemen, Neurodermitis. Es wird auch gerne zur Nagel- und Lippenpflege verwendet. Als Nahrungsergänzung soll es allgemein zur Stärkung des Immunsystems beitragen, bei Allergien, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahren und Unfruchtbarkeit unterstützen. Anwendung: 4-8 Wochen, 2x täglich ½ Teelöffel.
Dank der aufwändigen Gewinnungsart mittels Hochdruckextraktion mit natürlicher Quellsäure ist dieses fette Öl mindestens 2 Jahre haltbar!

Nachtkerzensamenöl bio – Oenothera biennis


Das Jahrtausende alte Allheilmittel aus Ägypten duftet recht würzig, da es auch Spuren des ätherischen Öls der Pflanze enthält. Es wirkt stark antiallergisch und antihistaminisch. Mit seinem Wirkstoff Nigellon ist Schwarzkümmelöl ein ideales Mittel gegen allergisch bedingte Erkrankungen der Atemwege. Studien ergaben, dass dieses Öl sehr regulierend auf das Immunsystem wirkt. Schwarzkümmelöl wird sehr schnell von der Haut aufgenommen und ist gut verträglich, was vor allem Neurodermitiker zu schätzen wissen.

Laut Untersuchungen des Münchner Immunologen Dr. med. Peter Schleicher können 70% aller allergischen Hauterkrankungen (sowie Neurodermitis u.a.) mit der Einnahme des Schwarzkümmel-Öls über mehrere Wochen hindurch, geheilt werden.

„Schwarzkümmelöl wird als Nahrungsergänzung empfohlen. Es ist ausgezeichnet verträglich und daher auch für Kinder sehr gut geeignet. Es kann sogar zum Kochen verwendet werden. Schwarzkümmelöl sollte über einen Zeitraum von etwa 3 – 6 Monaten bei einer Dosierung von 2 x täglich 1 ml (= 20 Tropfen) reinem Schwarzkümmelöl eingenommen werden. Zu Beginn der Einnahme kann gelegentlich leichtes Aufstoßen auftreten, das aber nach längerer Einnahmedauer verschwindet. Es wird häufig über eine spürbare Besserung des Wohlbefindens bereits nach wenigen Tagen berichtet. Auch zur äußerlichen Anwendung ist Schwarzkümmelöl geeignet. Bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis aber auch bei Akne wird das reine Schwarzkümmelöl auf die Haut aufgetragen.“
Wissenschaftlicher Originaltext aus der „Pharmazeutischen Zeitung“

Schwarzkümmelöl nativ bio – Nigella sativa


Das Rosenhydrolat enthält die wasserlöslichen Inhaltsstoffe der Rosa damascena. Die Anwendungsmöglichkeiten von Rosenhydrolat sind sehr vielfältig. Ideal eignet es sich für kühlende Kompressen bei Entzündungen, Schwellungen, Geschwüren und juckender Haut.
Bei Neurodermitis kann Rosenhydrolat ideal in die Basispflege mit eingebaut werden, beispielsweise zur täglichen Gesichtsreinigung.

Rosenhydrolat bio


Ätherische Öle bei Neurodermitis

Über die Basispflege hinaus helfen ausgesuchte ätherische Öle in korrekter Anwendung der Hautkrankheit Neurodermitis entgegenzuwirken. Bei atopischer Dermatitis empfehlen sich insbesondere folgende naturreine ätherische Öle:

Unser Cistrosenöl wird durch die Destillation der Blätter und Zweige gewonnen. Die Cistrose, die übrigens nicht mit der Rose verwandt ist, war bereits bei den Ägyptern bekannt für seinen adstringierenden und tonisierenden Effekt. Seine Wirkung bei Hauterkrankungen wie Ekzemen und Psoriasis ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Auch bei fetter, unreiner und gestauter Haut und bei schlecht heilenden Wunden empfiehlt sich die Anwendung von ätherischem Cistrosenöl.

Cistrosenöl – Cistus ladanifer


Das ätherische Öl der Rosengeranie gilt als antiseptisch und reinigend, erfrischend und adstringierend. Es lindert Entzündungen, Akne und trockene Ekzeme. Außerdem fördert es die Wundheilung und verhindert die Bildung von Narben. Auf psychischer Ebene bringt es Entspannung und Ausgeglichenheit.

Rosengeranienöl – Pelargonium graveolens


Das ätherische Strohblumenöl gilt als sehr entzündungshemmend, antiviral und gewebestraffend. Daneben wirkt sie entgiftend, schleimlösend und auch antiallergisch. Das ätherische Öl der Strohblume wirkt Hämatomen entgegen und wird auch gerne bei Sportverletzungen angewendet.

Immortelleöl Wildwuchs – Helicrysum italicum


Ätherisches Lavendelöl ist eines der vielseitigsten Öle der Aromatherapie. Es kann als eines der wenigen ätherischen Öle pur auf die Haut aufgetragen werden. Lavendelöl wirkt sehr wundheilend, entzündungshemmend, regenerationsfördernd und verringert die Narbenbildung. Deshalb wird es auch bei Hautkrankheiten wie Abszessen, Akne, Fisteln, Geschwüren, Dermatitis, Psoriasis uvm. eingesetzt.

Lavendelöl bio – Lavandula angustifolia